Erasmussemester an der Aarhus University in Dänemark

Anne

Vorwort

Ich habe mich für ein Auslandssemester entschieden, weil ich generell gerne Neues kennenlerne und ein Erasmussemester da perfekt reinpasst. Neue Kultur. Neue Menschen. Neue Umgebung. Mehr eigene Verantwortung. Weg von allen Sicherheiten, die man Zuhause genießt. Das alles finde ich sehr spannend. Natürlich habe ich mich noch wegen viel mehr Faktoren für ein Auslandssemester entschieden. Ich finde einfach ein Erasmussemester kann einen persönlich nur weiterbringen und deswegen auch nur gut werden.

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Vorbereitung

Ich habe ein Jahr bevor ich nach Dänemark gefahren bin einen VHS Kurs in Dänisch belegt. Das kostet leider und für mich hat es sich nicht unbedingt gelohnt, aber ich bin auch eine inkonsequente Sprachenlernerin. Generell kann ich es nur empfehlen, weil es dich sozial sehr viel weiterbringen kann, wenn du auch mit den dänischen Studenten viel in Kontakt treten möchtest.

Wenn es sich dann doch nicht einrichten lässt, braucht man natürlich auch nicht verzweifeln, weil in Dänemark gefühlt einfach jeder Englisch sprechen kann. Auf einem Basketballplatz habe ich mal Körbe mit einem 12 jährigen Dänen geworfen und selbst der konnte gutes Englisch. Es war fast verrückt. Man konnte sich für alles online anmelden. Auch der Kurskatalog war online zu finden, ich hatte aber trotzdem einfach nochmal die dann neue Erasmuskoordinatorin Dr. Roda Niebergall gefragt. Wenn ihr Fragen habt, die Ihr selbst nicht lösen könnt, solltet ihr auch immer sofort Kontakt zu euren Erasmuskoordinatoren aufnehmen. Das ist besser, als selbst zu verzweifeln. Das Online-Anmelden lief aber wirklich super easy und die Kursauswahl war auch sehr groß. Ich konnte sogar Kurse außerhalb von Biologie in der Physik belegen und auch Masterkurse. Einfach weil ich da mal reinschnuppern wollte. Wichtig! Ich musste für die Bewerbung einen C-Test in Englisch ablegen! Den kann man an der Uni Münster für ca. 20 € absolvieren. Alle anderen Möglichkeiten wie TOEFL sind unverschämt teuer (in Deutschland 240 US-Dollar) und in diesem Fall nicht besser als der C-Test beim Sprachenzentrum. Für den C-Test in Münster muss man sich vorher anmelden. Deswegen da auch bitte unbedingt genügend Zeit einplanen und am besten nachfragen, wann die nächsten Termine zur Verfügung stehen. Die Unterkunftssuche ist auch ein wichtiges Thema! Dazu mehr im nächsten Abschnitt. Weitere wichtige Punkte, die man auch noch bedenken sollte, die ich jetzt aber nicht nochmal in einzelnen detailliert durchgehe, sind: Kreditkarte, Versicherung und Sport.

 

Unterkunft

Man kann sich über die Online-Anmeldung für eine Unterkunft bewerben. Da ich jedoch gehört hatte, dass man teilweise auch sehr spät erst einen Platz bekommen kann (z.B. erst einen Monat nachdem das Semester schon begonnen hat), wollte ich mich nicht darauf verlassen. Ich meldete mich für einen zu verschmerzenden Betrag bei der Seite Boligportal.dk an. Dort gab es relativ viele Angebote und es lief nach einem ähnlichen Prinzip wie bei WG-gesucht. Ich habe darüber eine wunderschöne kleine Wohnung in der Nähe vom Hafen und in der Nähe der Uni gefunden. Meine Vermieterin war selbst mit dem Erasmusprogramm in Frankreich und deswegen hatte alles perfekt gepasst. Kann sein, dass das ein Glücksfall war. Ich kann es trotzdem nur empfehlen, da zumindest ich jede erdenkliche Möglichkeit ausschöpfen wollte, um eine gute Unterkunft zu finden. Facebook ist dabei natürlich auch eine gute Adresse. Dort gibt es viele Gruppen, in denen Wohnungen angeboten werden. Worüber man sich unbedingt im Klaren sein muss, sind die hohen Mietkosten. Mit Glück kann man über das Studentenwerk wohl auch Zimmer für 300 oder 400 € finden. Das ist aber meiner Meinung nach eher unrealistisch und man muss sich eher mit Preisen um die 500 – 600 € monatlich anfreunden.

Studieren in Aarhus

Das Studium hängt sehr von den gewählten Kursen ab. Also würde ich besonders viel Wert drauflegen, dass auch meine Interessen gut getroffen werden. Ansonsten war das Studium anspruchsvoller als erwartet. Also larifari, wie vielleicht das Klischee von einem Auslandssemester ist, wird es nicht. Was auch gut ist, weil dieses Programm dich auch für den zukünftigen Arbeitsmarkt interessanter und kompetenter machen soll. Bei meinen Kursen wurde der Fokus sehr auf Paper gelegt. Was ich noch nicht gewohnt war, aber grade während der Bachelorarbeit und später während des Masters sehr von Vorteil ist. Ich war sehr zufrieden mit meinen Kursen, auch wenn sie vielleicht einen Ticken zu anspruchsvoll waren und deswegen meine Noten nicht ganz wie gewünscht ausfielen. Aber damit muss man halt leben. Dänisch Kurse wurden auch vom Sprachenzentrum der Uni angeboten. Was auch ganz cool war, ich aber wegen ein paar IT-Problemen nicht wirklich bewerten kann. Auf jeden Fall hat man sich Mühe gegeben, für die „Internationals“ ein schönes Umfeld zu schaffen. Es gab zum Beispiel im Keller die Möglichkeit, mit anderen Spiele zu spielen, sich in Sitzsäcken auszuruhen, an PCs seine Aufgaben zu absolvieren und sich im Sprachcafé mit den Angestellten in Dänisch zu versuchen. Das war dann meistens auch eine entspannte Möglichkeit, die Sprache zu lernen, weil man sich wie mit Freunden über Gott und die Welt unterhalten konnte, aber die auch noch super auf deine Sprachdefizite Rücksicht genommen haben.

Leben in Aarhus

AIMG-20170423-WA0016arhus hat unfassbar viel zu bieten. Die Stadt lebt genau wie Münster auch von ihren Fahrradfahrern und wird nicht ohne Grund the city of smile genannt. Sie hat eine wunderschöne Altstadt mit einem kleinen Fluss/Kanal, der danach in die Ostsee mündet. Am Hafen kann man sich nie satt sehen. Nur bei Nacht ist es da noch schöner. Wobei die Nacht in Aarhus auch noch einiges mehr ermöglicht. Prinzipielles Muss sind die Friday Bars beim Campus. Da findest du nicht nur unverschämt günstige Biere und Cocktails, sondern auch die lustigsten, aufgeschlossensten und vielfältigsten Menschen. Für diese Stimmung würde ich immer wieder gern einfach so nach Aarhus fahren. Was auch richtig cool ist: dort gibt es einfach für jeden Geschmack etwas. Ob gemütlich rumchilln, Spiele spielen und wenn gewünscht auch tanzen in der Chemie Friday Bar, gnadenloses Abfeiern in der Mediziner Friday Bar oder auch ein Mix aus beidem und zusätzlich noch das Baumstammspiel (bei dem man Nägel mit einem Hammer in einen Baumstamm hämmert) in der Bio Friday Bar, es war für jeden etwas dabei!

Es gibt natürlich auch einige Einführungsveranstaltungen für die Internationals, aber leider auch nur für die Internationals. Wenn man Dänen kennenlernen möchte, muss man sich halt etwas einfallen lassen, wie zum Beispiel bei den Friday Bars mitzumachen.

Ich hatte mich schon ein paar Monate bevor ich nach Aarhus gefahren bin bei einem Basketballverein angemeldet, weil mir das persönlich wichtig war. Darüber hatte ich auch eine gute Möglichkeit, viele verschiedene Menschen kennenzulernen. Ansonsten gibt es meines Wissens dort zusätzlich ein gutes Hochschulsportangebot. Ich kann mich noch erinnern, dass man auch Windsurfen oder Angeln konnte. Ich wurde auch mal krank, aber da man am Anfang des Semesters vor Ort alles Restliche wegen der Versicherung klären konnte und auch einen Arzt zugewiesen bekommen hat, war das alles komplett unproblematisch. Und wenn sonst mal Probleme auf mich zugekommen sind, gab es für alles immer einen Ausweg, auch wenn manches erst unmachbar aussah. Bei so einem Auslandssemester lernt man halt, dass man alles irgendwie hinbekommen kann.

IMG-20170423-WA0024Außeruniversitär gibt es in der Stadt auch unendlich viele schöne Sachen zu entdecken. Die Bibliothek am Hafen zum Beispiel ist ohne Witz nicht nur zum Lernen gut, sondern auch um sich einfach so ein bisschen zu entspannen. Es ist wunderschön dort und wenn ich jetzt nur daran denke, würde ich schon gern wieder hingehen, weil die Atmosphäre so beruhigend ist. AROS ist auch ein wichtiges Ausflugsziel. Ich hatte einen Freund, der eine Jahreskarte hatte und der konnte mich einfach umsonst mit reinnehmen. Ansonsten ist es leider etwas teuer. Aber trotzdem ist es das wert. Es war für mich das erste Museum, das mich wirklich mal zum Nachdenken angeregt und beeindruckt hat. Der Deer Park ist auch eine wirklich schöne Sache. Mit ein paar Möhren in der Hand laufen dir die Rehe praktisch hinterher und du kannst sie auch streicheln oder einfach nur so durch den riesigen Park spazieren. Eine meiner Lieblingsbars in der Stadt ist das Shen Mao. Gegen 20 DK bekommt man eine Tischtenniskelle mit der man Tischtennis spielen konnte. Das hatte ich noch nie vorher erlebt und war unfassbar lustig. Verhältnismäßig günstige Biere und Cocktails gab es auch. Und wenn man nicht mehr spielen wollte, konnte man im Tausch für die Kelle ein Bier bekommen. Perfekter Abend! Musik war immer mal anders. Vorwiegend hatte es aber eher einen Underground Techno/RnB Touch. Ist natürlich Geschmackssache aber für mich hätte es kaum besser sein können. Shots gab’s übrigens in Reagenzgläsern. Da lacht doch das Biologenherz.

Zusammenfassung

Es gab bei meinem Auslandssemester Höhen und Tiefen. Aber da man aus schlechten Erfahrungen viel lernt und sie nach kurzer Zeit wieder vergisst, war alles super und ich kann es jedem nur wärmstens empfehlen. Habt viel Spaß und macht was ihr wollt! Die Welt liegt euch zu Füßen.

Mein Auslandssemester an der University of Gothenburg

Vorab

Schon einige Zeit vor dem Wintersemester 2016/2017, also meinem dritten Studienjahr, habe ich mich für einen Auslandsaufenthalt während meines Studiums interessiert und mich rechtzeitig im Internet und durch Präsentationen informiert. Mir war es besonders wichtig, ein Semester in einem Land zu verbringen, in dem man gut mit Englisch zurechtkommt, und meine persönlichen Interessensgebiete abzudecken. Nachdem ich die zahlreichen Möglichkeiten des Erasmus-Austausches durchgegangen bin, habe ich mich glücklicherweise für die Universität in Göteborg entschieden. Im Folgenden möchte ich euch etwas über die Universität, das Studentenleben vor Ort und die Stadt mit ihrer Umgebung näher bringen.

Die Universität

Die University of Gothenburg ist eine der größten Universitäten des Landes und wie alle Bildungseinrichtungen Skandinaviens auf einem modernen Stand was die Ausstattung betrifft. Es gibt zahlreiche Kurse an verschiedenen naturwissenschaftlichen Instituten, die ihr belegen könnt und die auf Englisch gehalten werden. Das Semester ist in zwei Hälften geteilt, in denen ihr jeweils einen Kurs vollzeitig belegt. Generell ist die Anzahl an Wochenstunden und Vorlesungen deutlich geringer als in Deutschland, was nicht heißt, dass weniger Arbeit anfällt. Vielmehr wird von einem erwartet, dass man die vielen „freien“ Stunden selbstständig oder in eigens organisierten Lerngruppen verbringt, um den Stoff der Vorlesungen zu vertiefen. Nutzt die Chance und sucht nach Kursen, die euch interessieren; auch wenn es sich um Masterkurse handelt und ihr euch noch im Bachelorstudium befindet. Auch bei meinem ersten Kurs handelte es sich um einen Masterkurs. Im Nachhinein war es eine der besten Entscheidungen während meines Auslandssemesters, mich für diesen Kurs zu bewerben.

Das Verhältnis zu den Dozenten ist viel angenehmer als in Deutschland, da es eines auf Augenhöhe ist und man auch direkt per du mit allen Dozenten ist, unabhängig davon, ob es sich um einen Doktoranden oder einen Professor Doktor Doktor handelt. Nachdem meine erste E-Mail (Dear Mr. Professor Doctor…) mit „Hey Jan, … Have a nice weekend!
Cheers Adrian“ beantwortet wurde, ist mir das lockere Verhältnis auch bewusst geworden. Dadurch, dass Studenten und Dozenten auf einer Höhe stehen, fällt die Kommunikation in den generell schon kleineren Kursen deutlich leichter. Außerdem macht es einfach viel mehr Spaß, sich intensiv mit einem Thema zu befassen, und auch Fragen werden während der Vorlesung ausführlich in der Gruppe gemeinsam diskutiert. Insgesamt herrschte ein starkes Gruppengefühl in den Kursen, bei dem sowohl Studenten, als auch Dozenten gemeinsam an einem Ziel arbeiteten, wodurch das Lernen deutlich angenehmer fiel und auch effektiver war, als in Deutschland.

Wohnen in Göteborg

Wie in jeder großen europäischen Stadt herrscht auch in Göteborg ein Wohnungsmangel. Daher ist es sehr wichtig, sich über das Wohnungsprogramm der Uni auf verschiedene Wohnheime zu bewerben, da in jedem Wohnheim Plätze für Erasmus-Studenten reserviert sind. Ich habe im Olofshöjd (Olofs) gewohnt, welches mit insgesamt 1.410 Wohnungen das größte Wohnheim in der Stadt ist. Während meiner Zeit dort habe ich fast alle anderen Wohnheime kennengelernt und kann euch das Olofs als Wahl Nummer-Eins nur empfehlen. Nicht nur der günstige Preis (380 € – günstig für Schweden) für ein eigenes Zimmer inklusive eigenem Badezimmer spricht für das Olofs, sondern auch die super Lage. Innerhalb von 10 Minuten seid ihr mit der Tram in der Innenstadt und habt keine Probleme, auch nachts noch nach Hause zu kommen. Das Teilen der Küche mit drei weiteren Erasmus-Studenten stellte für mich persönlich kein Problem dar, da man sich immer zurückziehen konnte, wenn man gerade seine Ruhe haben wollte. Allerdings muss man auch sagen, dass vor Allem die Küche in vielen Fällen alt und leider auch dreckig von vielen Vormietern hinterlassen wurde. Nimmt man sich aber einen Tag zum Aufräumen und Putzen Zeit, lässt es für ein halbes Jahr vollkommen in Ordnung dort leben. Der größte Pluspunkt des Olofs ist das vielseitige Angebot auf dem Gelänge. Neben kostenloser Sauna, die man mieten kann, gibt es auch ein Fitnessstudio für ca. 30 € pro halben Jahr (!), Grillplätze, ein Beach-Volleyball Feld, eine Sporthalle, ein eigenes Cafe, Tischtennisplatten usw. Auch die Tatsache, dass man quasi in einem eigenen „Erasmus-Block“ wohnt lässt besonders am Wochenende keine Langeweile aufkommen und ich habe mich nie alleine gefühlt. Die Zimmer sind allerdings etwas in die Jahre gekommen, aber für 1-2 Semester zum Wohnen völlig in Ordnung meiner Meinung nach.
Die anderen Wohnheime, in welchen ich öfters zu Besuch war (Kastanjebacken und Medicinaregatan-Container), haben ebenfalls einen positiven Eindruck hinterlassen. Gerade die Container haben eine super Lage, da man in
5 Minuten die naturwissenschaftliche Ecke der Universität erreicht. Auch das Leben in einem Container klingt erst einmal viel schlimmer, als es tatsächlich ist, da diese sehr gut eingerichtet sind (Ikea eben). Neben einem extra Schlafzimmer gibt es dort sogar eine eigene Küche. Ich habe von keinem gehört, dass er mit den Containern in Medicinaregatan unzufrieden gewesen ist. Das Kastanjebacken-Wohnheim ist ebenfalls sehr schön. Man wohnt zwar etwas weiter außerhalb (ca. 25 Minuten bis zur Innenstadt), hat dafür aber pro 11 Leute eine riesige und moderne Küche zur Verfügung. Für mich ist das Teilen des Zimmers mit einer anderen Person zwar nicht in Frage gekommen, aber vielen Leuten hat es gefallen, da sich so auch oft Freundschaften gebildet haben.

Zusammengefasst kann ich euch das Olofshöjd empfehlen, da das
Preis-/Leistungsverhältnis sehr gut ist. Aber auch die anderen Wohnheime machen einen guten Eindruck. Generell sollte man zufrieden sein, überhaupt einen Platz in einem der Wohnheime zu bekommen, da es zu Semesterbeginn noch einige Studenten gab, welche die ersten Wochen in einem Hostel verbringen mussten (wobei auch einige sich nicht über das Programm der Uni für Wohnungen beworben haben). Aber macht euch keine Sorgen: Die Verantwortlichen vor Ort geben alles, damit ihr eine Wohnung findet und die Zeit im Ausland genießen könnt.

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Zwischen Schäreninseln und Innenstadt liegen nur 30 Minuten Fahrzeit.

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Das Leben in Göteborg

… lässt sich wirklich genießen. Die Stadt ist sehr jung und modern und es gibt viele schöne Ecken zu erkunden. Nach einigen Wochenenden habt ihr auch ein paar Bars entdeckt, in denen Getränke, besonders die Alkoholischen, bezahlbar sind. Ausgehen in Schweden ist aufgrund der etwas höheren Lebenshaltungskosten teurer als in Deutschland – besonders das Feiern in Clubs ist erheblich teurer. Die Lebensmittelpreise bei Diskountern wie z.B. Lidl sind dagegen identisch zu denen in Deutschland. Der Großteil der Schweden ist äußerst freundlich und hilfsbereit und nahezu jeder – selbst die ältere Bevölkerung – spricht fließend Englisch. Die Möglichkeiten, in der Stadt etwas zu unternehmen sind, wie es für eine Großstadt mit über 570.000 Einwohnern zu erwarten ist, nahezu unendlich. Von einem Besuch im Stadion bei IFK Göteborg, einen Tag im Freizeitpark Liseberg (mitten im Zentrum mit wirklich guten Achterbahnen) bis hin zu einer Fika in Haga (vermutlich eure neue Lieblingsbeschäftigung) ist alles möglich in dieser Stadt. In 40 Minuten könnt ihr auch mit eurem Stadtticket bis zur Westküste gelangen und mit einer der zahlreiche Fähren (im Stadtticket enthalten) auf die vielen Schären-Inseln vor der Küste Göteborgs gelangen. Bei sonnigem Wetter ist es ein Muss, dass ihr euch während des „Insel-hoppings“ ein Bild von den vielen kleinen und schönen Inseln, welche teilweise von wenigen hundert Menschen bewohnt werden, macht. Aber es gibt noch zahlreiche andere Möglichkeiten, die ihr in Erfahrung bringen könnt.

Fazit

Alle Mitarbeiter der Universität, betrifft es Wohnungsvermittlung, Event-Organisation oder individuelle Anliegen, geben sich außerordentliche Mühe, damit ihr eine unvergessliche Zeit in Schweden habt. Gastfreundschaft wird in Göteborg sehr groß geschrieben! Meiner Meinung nach war das Auslandssemester in Göteborg daher eine der schönsten Zeiten für mich bisher. Aufgrund der persönlichen Weiterentwicklung durch das Auslandssemester generell und der schönen Erfahrung im Ausland zu studieren, kann ich euch nur empfehlen, ein Auslandssemester in euer Studium zu integrieren und die Chance zu nutzen. Auch die Universität in Göteborg und das Leben dort bleiben mir positiv in Erinnerung, sodass ich nicht nur ein Auslandssemester im Allgemeinen, sondern auch eines in Göteborg nur weiterempfehlen kann.

Mein Erasmus-Aufenthalt an der Umeå Universitet in Schweden

bild-1Mein Erasmus-Studium in Umeå, worum es im Folgenden geht, bereue ich auf keinem Fall. Ich rate jedem, der noch studiert, es mal gemacht zu haben, bevor ihr mit dem Studium fertig seid. Ihr werdet Erfahrungen sammeln, die ihr wahrscheinlich in keinem anderen Abschnitt eures Lebens bekommen werdet.

Studieren im internationalen Umfeld

Ich habe mein Erasmus-Semester in Umeå, ein Städtchen im nördlichen Teil Schwedens, gemacht. An der Universität werden viele verschiedene Kurse für Biologiestudierende auf Englisch angeboten, was für mich gut war, da ich kein Schwedisch konnte. Ich habe mir die Kurse „Pharmacology“ und „Tumour Biology“, beide  im Master of Science, ausgesucht. In dem Kurs „Tumour Biology“ waren alle bis auf 2 Studierende aus dem Ausland. Von daher wurde untereinander und natürlich während der Vorlesungen nur auf Englisch gesprochen. Ich fühlte mich gut integriert und die Dozenten und Laborassistenten, die alle sehr gut Englisch sprechen konnten, waren sehr zuvorkommend. Ich fand die Arbeit sehr angenehm und war zu keiner Zeit übermäßig gestresst. Leider kann ich den zweiten Kurs „Pharmacology“ nicht weiterempfehlen. Der Kurs ist bisher noch nicht komplett für internationale Studierende angepasst worden, sodass einige Materialen noch auf Schwedisch waren. Trotzdem konnte ich mit meinen Englischkenntnissen den Kurs mit einer sehr guten Note bestehen. Ich habe auch von anderen Studierenden gehört, dass dieser „Pharmacology“-Kurs nicht der Regel angehört und andere internationale Biologiestudierende die Kurse, die sie besucht haben, sehr gut fanden. Während des Studiums gibt es auch die Möglichkeit, Schwedischkurse zu belegen, was ich aus zeittechnischen Gründen nicht gemacht habe, aber sehr beliebt bei den internationalen Studierenden war.

bild-2Tipps zum Leben in Umeå

Wenn man ins Ausland gehen wird, dann ist eines der wichtigsten Sachen, worum man sich eigentlich frühzeitig kümmern soll, die Unterkunft. Nun, wenn man als internationaler Studierender an der Umeå University studiert, dann braucht man diese Sorge nicht zu haben, weil das International Office Zimmer in Studentenwohnheimen anbietet, welche man für 1 oder 2 Semester erhält. Die Miete beträgt umgerechnet zwischen 250 bis 400 Euro, was ich preislich für Schweden ganz gut finde.

Es stimmt, dass in Schweden einiges teurer ist als in Deutschland. So muss man, wenn man in Restaurants essen will mit mindestens 13 Euro pro Mahlzeit rechnen und auch die Kantinen in der Universität sind mit 6 bis 10 Euro pro vollwertige Mahlzeit nicht unbedingt für das Portemonnaie eines deutschen Studenten geeignet, wenn man täglich dort essen will. Daher sollte man damit rechnen, viel selbst zu kochen. Für schwedische Studierende ist es auch eher üblich, Essen von zu Hause mitzunehmen und es an den zahlreichen Mikrowellen aufzuwärmen. Man kann dann statt einem Abend in einem Restaurant einen Kochabend in den großen Küchen im Studentenwohnheim veranstalten, bei der internationale Studierende mit ihrer heimischen Küche wunderbare Gerichte zum kleinen Preis herbeizaubern können. Ich war von Ende August bis Mitte Januar in Umeå. Das heißt, ibild-3ch durfte Minusgrade von bis zu -15 °C (Ende Dezember/ Anfang Januar waren es mal -22 °C aber da war ich nicht da) und Sonnenstunden von 4 bis 5 Stunden miterleben. Das hört sich dramatischer an, als es ist. Da es in Umeå nicht so windig ist, fühlt es sich nicht so kalt an. Trotzdem sollte man genug warme Sachen einpacken. Für Leute, die empfindlicher gegen Kälte sind, rate ich, eine Skihose und dicke, wasserdichte Stiefeln zu kaufen, da ab November alles verschneit ist. Es werden vor Ort auch spezielle Schuhsohlen verkauft, wodurch ihr auf dem glatten Boden nicht ausrutscht (leider habe ich das zu spät erfahren, sodass ich schon so einige Stunts gemacht habe).

Freizeitaktivitäten mit Leuten aus aller Welt

bild-4Das Beste, was ich aus dem Erasmus-Programm mitgenommen habe, sind die Freunde aus aller Welt, die ich gemacht habe. Um diese kennenzulernen, hat die Universität verschiedene Anlässe organisiert. So gibt es zu Anfang für die internationalen Studierenden eine Orientierungswoche. In dieser wird direkt auf das „Buddy-Program“ hingewiesen. Das Programm, das es auch an der WWU gibt, wird von den heimischen Studierenden organisiert und es werden lustige Veranstaltungen für die internationalen Studierenden organisiert. In Umeå gab es zahlreiche solcher Veranstaltungen wie Brännboll-Wettkämpfe, ein Besuch zur Elch-Farm, Photo-Schnitzeljagd, wandern im benachbarten Wald, Curling, international kochen, draußen am See grillen oder einfach gemütlich ein Geburtstag von jemanden feiern. Wenn man dann die „richtigen“ Leute kennengelernt hat, kann man mit ihnen innerhalb von Umeå z.B. bei einer gemütlichen Fika quatschen (eine Art Kaffee-und-Kuchen-Pause), im Sportcenter bei einer Sportart Wettkämpfern, zusammen zu einer der zahlreichen Studentenpartys gehen oder gemeinsam am benachbarten See die Nordlichter anschauen und grillen. Außerhalb von Umeå kann man in der Natur wandern/campen, nach Kiruna, der nördlichsten Stadt Schwedens, fahren und im berühmten Eishotel übernachten.bild-5

 

Mit ERASMUS in Turku, Finnland

Theresa Klein-Raufhake

Finnland ist ein junges Land. Vielleicht gerade deshalb sind die Menschen hier urtümlicher, ruhiger, bedachter und leben näher an und mit der Natur. Die Luft ist klar, mehr Freiraum durch die geringe Bevölkerungsdichte, jeder Finne hat ein Summercottage mit Sauna, das Jedermanns Recht, Lagerfeuer, weiche Moospolster, Flechten, Seen und Beeren.

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Wandern in Lappland (September)

Es hat mir so gut in Turku gefallen, dass ich meinen Aufenthalt, der ursprünglich nur von August bis Dezember gegangen wäre, um 2 Monate verlängert habe. Ich habe mich in Land und Leute verliebt, gerne wäre ich sogar noch länger geblieben. Wenn man aber im 5. Semester geht, muss man spätestens zum Projektmodul Anfang März wieder zurück in Münster sein. Sicher ist: ich gehe zurück.

Summerschool

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Ausflug im Rahmen der Summerschool

Ich bin schon am 3. August nach Finnland geflogen, da ich mich für die Summerschool angemeldet hatte. Weil dort ein Finnisch-Kurs mitinbegriffen war, habe ich für August auch schon ERASMUS Gelder beziehen können. Außerdem gab es Kurse in Finnish Culture, Finnish Social Development und Finnish History. Werktags hat man von morgens bis mittags in einer kleinen Klasse mit internationalen Studenten aus aller Welt die verschiedenen Kurse (man kann auch nur selektiv Kurse anwählen) und nachmittags gab es von Mo-Sa ein organisiertes Freizeitprogramm (Kanu fahren, Wandern im Nationalpark, Trips ins Archipelago, International Dinner u.v.m.). Die Teilanhme an der Summerschool kann ich bedingungslos jedem empfehlen. Durch meinen Summerschool-Tutor lernte ich an meinem ersten Tag in Finnland schon alle Leute kennen, die mich durch die nächsten 7 Monate begleiteten und die dort zu meinen engsten Freunden wurden.

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Mit einem Lagerfeuer am See wird traditioneller Weise (Mid)Sommer gefeiert

Ganz ab von der Summerschool solltet ihr so oder so schon im August nach Finnland kommen: Die Tage sind ewig lang, die Sonne geht erst gegen 11 unter, Sommerurlaubstemperaturen (es war hier sogar wärmer als in Deutschland), das Meer vor der Nase, etliche Seen zum reinhüpfen und Hochsaison der Beeren.

 

 

Orientierungswoche

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Am Nordkapp, Norwegen

Das Semester In Turku beginnt im b September, die obligatorischen Orientierungstage sind aber schon in der letzten Augustwoche. Spätestens dann sollte man also anreisen. Es wird einem alles erklärt und man hat die Möglichkeit auf Partys, Veranstaltungen und Events die anderen Austauschstudenten kennenzulernen. Wer die O-Woche hier in Münster genossen hat, dem werden die Orientierungstage in Turku sicher gut gefallen.

 

Studium

Der Link führt zu einer Liste mit allen Kursen, die in Englisch angeboten werden. Die meisten davon sind MSc. Kurse, die kann man aber auch als BSc. Student belegen. Ich selber hatte ausschließlich Kurse des dort recht großen Fachbereichs Ökologie angewählt (Tropical Ecology, Geographical Plant Ecology, Population Estimation and Monitoring Methodology, Conservation Biology).

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In Närpes gibt es die höchste Dichte an Gewächshäusern Finnlands; von deren Licht sind die Nächte dort gemütlich orange eingefärbt.

Da Finnland neben Finnisch auch Schwedisch als 2. anerkannte Amtssprache hat, gibt es in Turku neben der finnischen University of Turku – Turun yliopisto auch die schwedische Åbo Akademi. Beide Unis teilen sich das gleiche Gelände und es ist Studenten erlaubt Kurse beider Unis zu belegen. Die Partnerschaft von Münster ist mit der finnischen Uni, primär ist man also erst einmal dort und um Kurse an der schwedischen Uni anzuwählen, muss man das mit dem International Office in Turku abklären. Ich selber hatte Kurse an beiden Unis. Da müsst ihr einfach mal schauen, was euch von deren Angebot so anspricht.

Die Universitätsdirektorin hat bei der Einführungsveranstaltung während der Orientierungswoche zu uns gesagt „We professors see you students as collegues, you are just a bit younger“. So sieht dann auch die Atmosphäre in den Kursen sehr viel familiärer, persönlicher und ungehemmter aus, als hier in Münster. Auch deshalb, weil die Kurse generell viel kleiner sind:  oft nur 15-20 Leute stark.  Man hat als Student sehr viel mehr Freiheiten, darf Kurse aus allen Fachbereichen anwählen und es gibt auch keinen strikt vorgegebenen Studiumsverlaufplan. Ich hatte nur in einem meiner Kurse eine Abschlussklausur, ansonsten musste ich Essays und Reporte schreiben, Präsentationen und sogar Vorlesungen geben, die dann bewertet wurden.

 Wohnen

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Fluss Aura fließt direkt am Student Village vorbei.

Ich habe im Student Village gewohnt. Dort hatte ich ein 17m2 Apartment mit eigenem kleinen Bad und einer Gemeinschaftsküche, die ich mir mit meinen 11 internationalen Flurnachbarn geteilt habe. Der Vorteil hier ist die Lage: das Student Village liegt direkt neben dem Universitätsgelände und man kann alles schnell fußläufig oder mit dem Rad erreichen. Mit dem Rad ist man in 10 Minuten in der Innenstadt und in 5 Minuten an der Uni.

Ein Zimmer bei Retrodorm ist ein bisschen günstiger, man hat aber keine eigene Dusche und es ist auch ein bisschen weiter weg.

Da es tendenziell mehr Studenten als freie Wohnungen gibt, sollte man sich sowohl bei TYS, als auch bei Retrodorm so schnell wie möglich um ein Zimmer bewerben. Am besten sobald die Anmeldung möglich ist.

Da mein Vertrag mit TYS im Dezember ausgelaufen ist, habe ich für Januar und Februar über die Facebookgruppe Zimmer zur Zwischenmiete finden können. Schaut mal rein, da sind wirklich die meisten Angebote zu finden.

Sprache

Trotzdem ich an 2 Finnisch-Kursen teilgenommen habe, bin ich nicht über die einfachen Basics hinausgekommen. Finnisch zu lernen ist eine Lebensaufgabe und das gelehrte Finnisch hat auch leider kaum etwas mit dem Gesprochenen zu tun. Hauptproblem war wohl auch, dass ich es im Privaten nicht angewandt habe. Obwohl viele meiner Freunde Finnen sind, gehören sie doch alle zu der schwedisch sprechenden Minderheit. Wenn ihr statt Finnisch-Frust ein sicheres Erfolgserlebnis haben wollt, lernt lieber Schwedisch. Das ist so nah am Deutschen, da haben wir es wirklich einfach. Mit gutem Willen und finnischen Freunden ist es aber durchaus möglich: meine amerikanische Freundin Alex wohnte in einer finnischen Familie und sprach nach 7 Monaten schon beeindruckend gut. Im Endeffekt müsst ihr aber weder Finnisch noch Schwedisch können, um in Turku zu überleben. Fast jeder spricht exzellentes Englisch.

 

Freizeit

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Zelten im September, Lappland

Wenn euch nach Natur und Wandern ist, ist Finnland genau das richtige Land. Etliche Nationalparks, Seen, das Meer, Lappland und obwohl das Land ja für seine Flachheit bekannt ist, gibt es gen Norden auch ein paar Berge zu erklimmen.

Wenn ihr darauf Lust habt, könnt ihr an organisierten Trips wie z.B. nach Stockholm, Oslo, Thallin, oder St. Petersburg teilnehmen. Da ist man in riesigen Trupps unterwegs, hat eine Menge Programm und bleibt unter Austauschstudenten, von denen die Mehrheit Deutsche sind. Das vom ESN organisierte Programm (neben Trips auch diverse Partys und andere Veranstaltungen) ist unter ERASMUS Studenten sehr beliebt, man lernt eine Menge Internationaler kennen, allerdings nicht die Finnen selbst.

Ich selber bin mit Freunden privat viel rumgedüst, mit dem Auto nach Lappland und hoch bis zum Nordkapp nach Norwegen und Couchsurfend durch Stockholm.

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Zelten im Dezember, Nationalpark im Osten Finnlands

Aber auch in Turku selbst kann man eine Menge machen. Gegen eine einmalige Hochschulsportgebühr von ca. 45€ darf man an allen angebotenen Kursen über das gesamte Semester hinweg teilnehmen, es gibt eine Kletterhalle direkt neben dem Unigelände und mehrere schöne zentrale Parks, in denen man auch Sport machen kann.

Wie Münster ist auch Turku eine richtige Studentenstadt. Im August und September fanden viele Open Air Veranstaltungen, Festivals und Konzerte statt und auch generell gibt es ein breites Kulturangebot. An Bars und Discotheken ist auch für jeden etwas dabei.

Und natürlich Sauna. Sogar das alte 60er Jahre Student Village Gebäude, in dem ich gewohnt habe, hat eine eigene unterm Dach. Bei mehr Saunen als Haushalten in Finnland kein Wunder. Geht man mit Finnen in die Sauna, kann das gut ein Prozedere von mehreren Stunden werden. Je nach Jahreszeit wird sich dann durch Schwimmen im Meer/ See, Schneeengel machen, oder „Avanto“ (Eisschwimmen) zwischen den Saunagängen abgekühlt.

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Abkürzung über einen eingefrorenen See

Fazit

Worauf wartet ihr?

Living and Studying in Sweden – abroad at Stockholm University

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Lena on Sandhamn, a little island close to Stockholm

It was already at an early stage of my bachelor programme, when I decided to spend my abroad. Two main reasons reinforced my decision: Firstly, I’ve always had the desire to see and explore as much as possible in the world and secondly, the positive effect an exchange semester has for my future career. After having a look at the list of ERASMUS partnerships of the Faculty of Biology, I quickly decided on Stockholm since they are offering a wide range of biological courses taught in English and also because Sweden is one of my favourite countries. With hindsight, I can say that this ex-change was a great experience and I would strongly advise everyone to take advantage of the ERASMUS offer! Besides a few problems with finding accommodation, my stay in Sweden was easy to plan. Both the Faculty of Biology in Münster as well as the Department of Biology Education (BIG) at the Stockholm University provide support with all kinds of prob-lems before and during the exchange. In Stockholm, I was able to acquire several positive experienc-es about the Swedish culture as well as the country itself. Although it was quite difficult to get in touch with Swedish students at the beginning, joining sport teams and other events helped me to come into contact with Swedes. Moreover, not only I got the chance to experience the Swedish way of living, I also made some really good friends from all over the world. In this way, I learned a lot about different cultures and garnered several ideas about which countries I may going to visit in the future. Living and studying in Sweden was an amazing experience and I would definitely do it again!